Rezension Nevernight- Die Prüfung

Rezension Nevernight- Die Prüfung

8. März 2020 0 Von Buecherverrueckte

Titel: Nevernight – Die Prüfung

Autor: Jay Kristoff

Verlag: S. Fischer Verlag

Erscheinungsdatum: 24.08.2017

Seitenanzahl: 704 Seiten

Format: Hardcover

ISBN: 978-3-596-29757-3

Preis: 22,99 Euro

In einer Welt mit drei Sonnen,
in einer Stadt, gebaut auf dem Grab eines toten Gottes,
sinnt eine junge Frau, die mit den Schatten sprechen kann, auf Rache.

Mia Corvere kennt nur ein Ziel: Rache. Als sie noch ein kleines Mädchen war, haben einige mächtige Männer des Reiches – Francesco Duomo, Justicus Remus, Julius Scaeva – ihren Vater als Verräter an der Itreyanischen Republik hinrichten und ihre Mutter einkerkern lassen. Mia selbst entkam den Häschern nur knapp und wurde unter fremdem Namen vom alten Mercurio großgezogen, einem Antiquitätenhändler. Mercurio ist jedoch kein gewöhnlicher Bürger der Republik, er bildet Attentäter für einen Assassinenorden aus, die »Rote Kirche«. Und Mia ist auch kein gewöhnliches Kind, sie ist eine Dunkelinn: Seit der Nacht, in der ihre Familie zerstört wurde, wird sie von einer Katze begleitet, die in ihrem Schatten lebt und sich von ihren Ängsten nährt. Mercurio bringt Mia vieles bei, doch um ihre Ausbildung abzuschließen, muss sie sich auf den Weg zur geheimen Enklave der »Roten Kirche« machen, wo sie eine gefährliche Prüfung erwartet …

(QUELLE: Zum Buch/Zum Verlag)

Das wird wohl einer der Rezensionen die man als durcheinander bezeichnen würde, weil ich keine Ahnung habe wie ich das schreiben soll, was ich schreiben will.

Jay Kristoff hat hier ein Fantasyroman geschrieben, der alles andere als normales Fantasy ist und irgendwie wieder genau so. Mit Märchenhaften, ermüdenden, dennoch interessanten Schreibstil leitet und Jay Kristoff durch sein Werk. Ermüdenden deshalb, weil ich stellen weiße wirklich müde wurde und zweimal sogar eingeschlafen bin und für mich Stellenweise zu viele Informationen bekommen habe, die ich nicht gebraucht hätte. Interessant, weil er trotzdem fesselnd ist und man sich immer wieder fragt wie es weiter geht. Märchenhaft, weil er vieles schmückt und sehr poetisch an manchen stellen schreibt.

Die Charaktere sind alle samt sehr schön ausgearbeitet, jeder spannend auf seine individuelle Art und weiße. Man möchte immer mehr über die Charaktere wissen und selbst das was man dann am Ende weiß, ist nicht genug. Mia muss ich gestehen ging mir fürchterlich auf die Nerven manchmal. Stellenweise fand ich sie auch etwas nur minimal wirklich arrogant und an manchen tat sie mir einfach richtig leid.

Wie soll ich euch Tric bloß beschreiben? Er ist charismatisch und lässt sich sehr schnell Provozieren, dennoch ist er ein sehr lieber junger Bursche, der viel einstecken musste in seinem Leben. Tric ist trotz seiner Vergangenheit und dem was kommt (müsst ihr selber lesen) freundlich und Hilfsbereit.

Der Aufbau der Geschichte ging sehr schleppend wie ich fand voran, sodass ich für 100 Seiten gefühlt 4 stunden gebraucht habe. Wir werden immer wieder mit Rückblenden konfrontiert und zusätzlich kommen ellenlange Fußnoten. Trotzdem hat das Buch eine gewisse Spannung die einem dazu verleitet dran zubleiben und weiterzulesen. Trotz der vielen Kritiken fand ich das Buch gut nervig, aber gut. Das Setting, war sehr schön, jeder Ort hatte was Individuelles und einzigartiges. Charaktere waren sauber gearbeitet. Solider Spannungsbogen, der gerne etwas mehr hätte sein dürfen.

Viel Kritik aber auch viel Positives, daher eine Leseempfehlung mit einem Auge zudrücken.