Rezension Liebes Kind – Romy Hausmann

Rezension Liebes Kind – Romy Hausmann

22. Februar 2020 0 Von Buecherverrueckte

Titel: Liebes Kind

Autorin: Romy Hausmann

Verlag: DTV Premium Verlag

Erscheinungsdatum: 28.02.2019

Seitenanzahl: 432 Seiten

Format: Paperback

ISBN: 978-3-423-26229-3

Preis: 15,90 Euro

Eine fensterlose Hütte im Wald. Lenas Leben und das ihrer zwei Kinder folgt strengen Regeln: Mahlzeiten, Toilettengänge, Lernzeiten werden minutiös eingehalten. Sauerstoff bekommen sie über einen »Zirkulationsapparat«. Der Vater versorgt seine Familie mit Lebensmitteln, er beschützt sie vor den Gefahren der Welt da draußen, er kümmert sich darum, dass seine Kinder immer eine Mutter haben. Doch eines Tages gelingt ihnen die Flucht – und nun geht der Albtraum erst richtig los. Denn vieles deutet darauf hin, dass der Entführer sich zurückholen will, was ihm gehört.

(QUELLE: Zum Buch/Zum Verlag)

Wir steigen direkt in die Geschichte ein, ohne große Umschweife wird dir direkt weiß gemacht, das dieses Buch komplett anders ist, als ein normaler Thriller. Wir lernen durch die Protagonisten eine Geschichte kennen, die schlimmer nicht sein könnte. Ein Vater der verzweifelt hofft das seine Tochter nach 14 Jahren wieder auftaucht, eine Frau, die nicht die leiseste Ahnung hat, wieso sie ausgewählt wurde und 2 Kinder, die ein Leben eingesperrt in Dunkelheit geführt haben. Skurril und leicht spannend bringt dich Romy Hausmann um den Verstand.

Hannah bekommt meiner Meinung nach, die meiste Aufmerksamkeit, mit ihren 13 Jahren hat sie viele zu viel durchmachen müssen. Sie wirkt auf die meisten sehr schlau, was sie auch ist, trotzdem ist sie noch sehr kindlich rübergekommen. Ich muss gestehen Hannah war für mich grusliger als der Täter, was ich im übrigen sehr fasziniert fand.

Jasmin, eine Kämpferin, die vor ihrem Peiniger flieht, der sie gezwungen hat Sachen zu tun, die sie sich nicht einmal hatte vorstellen können. Gefangen in völliger Isolierung, verbringt sie ihre Zeit in Gefangenschaft, damit einen Ausweg zu finden, die Kinder zu retten und ihrem Peiniger zur Strecke zu bringen. Jasmin war für mich eine reine Kämpferin, ob man bei ihr von Sympathie sprechen kann, weiß ich ehrlich gesagt immer noch nicht, den trotzdem sie eine der Hauptfiguren ist, erfährt man mehr was während der Gefangenschaft passierte als danach. Von dem, was ich so von ihr aber mitbekommen habe, ist sie sympathisch rübergekommen.

Matthias, ein Vater der die Hoffnung seine Tochter jemals wiederzubekommen nie aufgegeben hat bis zur bitteren Wahrheit. Kämpferisch versucht er herauszufinden was mit seiner Tochter passiert ist, wer dieses Kind ist, das seiner Tochter wie aus dem Gesicht geschnitten ist und wer diese fremde Frau ist, die Lena genannt wird. Ich muss sagen das mir Matthias und seine Frau ziemlich unsympathisch waren, trotzdem Schicksalsschlag konnten die beiden mein Herz nicht erobern.

Spannungsbogen muss ich sagen ist es sehr abwechslungsreich. An manchen stellen eher zäh als Spannend hast du trotzdem nicht das Gefühl, das du dieses Buch einfach weglegen kannst. Ich muss aber sagen, dass mir trotz des Gefühls, das Buch nicht aus der Hand legen zu können hat, waren mir die zähen stellen doch zu häufig. Ich hätte sehr gerne mehr von der Zeit mit Lena gewusst. Auch dieses abstruse Ende war für mich eher so lalala.

Romy Hausmanns Schreibstil ist für mich eher schwierig gewesen, man kommt zwar gut in die Geschichte rein, doch leicht ist er definitiv nicht. Als flüssig würde ich ihn auch nicht bezeichnen. Ich würde ihn eher als sehr Stumpf und doch mit einem gewissen Suchtfaktor beschreiben.

 

Meine Kritikpunkte sorgen aber für wenig Abzug, daher landet das Buch trotzdem in der Kategorie für zwischendurch und Leseempfehlung dennoch bekommt es die Bewertung von der Kategorie für zwischendurch und legt mit 3,5 Sternen eine solide Bewertung hin